Einem Journal für Zahnärztinnen und Fachzahnärztinnen
So autentisch war noch keines unserer Cover-Fotos: Wir waren mit Frau Elsholtz verabredet, die Kamera in der Tasche und ein Notizblock ebenfalls, um das Titelbild zu fotografieren, und - musste warten. Ein OP-Fall hielt sie ab. Vollnarkose. Danach erst einmal ein Gespräch mit dem begleitenden Mann der Patientin, um ihn zu beruhigen.Alles okay. Keine Sorge. Nun in Ruhe aufwachen. Dann rasch das Titelfoto, noch in OP-Kleidung, ohne Visagistin, Friseur, Glitter. Wir mussten etwas zur Seite weichen: Der Anästhesist wollte mit dem Beatmungsgerät vorbei.Kein Problem. Zurück zur Einheit und weiteren Fotos, eines muss es werden. Die Patienten warten. Und alles unter Stress? Nein im Gegenteil - viel gelacht: Ein Titelfoto unter solchen Umständen ist derart schräg, dass er schon wieder Stil hat...
Das geht allerdings nicht nit jedem Menschen, das braucht eine Menge Humor und vor allem ein ausgeglichenes fröhliches Gemüt. ZÄ Barbara Elsholtz hat das alles und auch noch viel davon - wiewohl an sich allerlei Grund für Sorgenfalten: Der Beruf hat den Rücken "geknackt", und man kennt sich inzwischen in der Orthopädie und in der Klinik. Von hier aus ein dickes toi toi toi, möge sich das rasch wieder so entwickeln, wie das sein soll!
Beruflich gesehen hat Barbara Elsholtz, man könnte sagen: die kariogenen Seiten gewechselt. Sie war zuvor prämierte Konditorin! In Oldenburg/Niedersachsen.Dann hat sie Zahnmedizin studiert (Kiel und Berlin, dort 2002 auch approbiert) und vier Jahre in der Praxis ihrer Kollegin Heike Bischoff, nahe dem Berliner Ku ́damm, gearbeitet. Die Praxis hat sie 2007 übernommen und sich von Anfang an die Ziele gehalten, da sie sich schon als Studentin für ihre eigene Praxis vorgenommen hatte: Erfahrung, Service, Freundlichkeit bei einem menschlich wie fachlich hohem Niveau. Dazu fest auf dem Plan: das große Feld der Ästhetik. Ihre Leitmotive damals wie heute schöne, weiße und gerade Zähne an Stelle von Dauerbaustellen, und selbstverständlich: Ursachen beseitigen statt Symptome behandeln.
In den letzten Jahren ist die Praxis Schritt für Schritt größer geworden: Heute arbeitet Barbara Elsholtz mit einem angestellten Zahnarzt, zwei freien Anästhesisten und ihren acht hervorragend geschulten Mitarbeiterinnen täglich von 8 bis 20 Uhr für ihre Patienten, die aus ganz Europa nach Berlin zur Behandlung kommen. Schwerpunkte sind die unsichtbare Zahnspange Invisalign für Erwachsene und Jugendliche, Implantologie, die naturgetreue Nachbildung von Zähnen sowie Behandlungen unter Vollnarkose. Außerdem sind Barbara Elsholtz und ihr Team auf die Bedürfnisse von Angstpatienten und Kindern spezialisiert.
In den kommenden Jahren soll die Praxis weiter wachsen. Ein neu designtes Behandlungszimmer und ein neuer Konferenzraum für Patientengespräche werden derzeit mit einem Innenarchitekten entwickelt. Das alles muss gut geplant werden, denn der Platz in dem typischen Altbau ist begrenzt.
Barbara Elsholtz und ihr Praxisteam gehen dabei stets mit der Zeit: Modernste Technik in den Behandlungsräumen ist selbstverständlich. Informationen über Behandlungen und die Aufgaben der Mitarbeiter gibt es als kurzen Text oder exklusives Praxis-Video im Internet. Auch die Online-Terminvergabe, der Rückrufservice per Mailformular und die Erreichbarkeit über Facebook oder Xing sind seit Jahren Standard und werden von den Patienten geschätzt. Viele kommen aus dem Showgeschäft und sind auf eine schnelle und breit gefächerte Auswahl an direkten Kommunikationswegen angewiesen.
Wer selbst bei Facebook ist, darf sich mal wieder amüsieren, wenn das Praxisteam mit Chefin auf Freizeittour ist - und mitfühlen, wenn "der Rücken" mal wieder Grund dafür ist, warum es länger keinen neuen Eintrag gab...
Dass man seiner Praxis so und so gestalten kann, ist klar: Man kann sie aber neben der fachlichen Expertise auch mit Kleinigkeiten im Service so führen, dass Patienten "Wertschätzungen" vermittelt wird. Barbara Elsholtz ist gerne Gastgeberin - das merkt man auch in ihrer Praxis.Bei ihr gibt es keine Abreißpapiere, sondern Stoffhandtücher, keine Pappbecher, sondern Gläser, keine Lesezirkelzeitschriften und Plastikstühle sondern ein Wartezimmer mit Sofa, Sesseln und winterlichem Kerzenschein sowie mit Kaffee-, Tee- und Saftbar. Im Patientenbad liegen Haarspray, Bürsten und Kämme bereit, falls die Frisur auf dem gemütlichen Kopfkissen des Behandlungsstuhls doch einmal gelitten haben sollte.
Alles in Allem eine Praxis zum Wohlfühlen! Ohne typische Zahnarztgerüche, ohne unpersönliche Räumlichkeiten, ohne Alltagshektik. So, wie sie sich Barbara Elsholtz schon als Studentin einmal ausgemalt hat. Noch rasch ein herzliches Lachen und ein fröhliches Kichern - und dann bitte Schluß mit dem Foto-Trara, die Patienten warten.
Die gehen vor.

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